So sieht diese Bauweise aus — das Muster, an dem man sie erkennt
Betondruck (3D)
Eine Maschine legt die Wand in Raupen übereinander
- Was heute gebaut wird
- erste bewohnte Häuser seit etwa 2018
Das Prinzip
Ein Portal- oder Roboterarm trägt Beton in fingerdicken Raupen auf, Lage über Lage. Gedruckt wird meist nicht die volle Wand, sondern zwei dünne Schalen mit Hohlraum — der wird anschliessend gedämmt oder mit Beton verfüllt.
Woher sie kommt
Aus dem Rapid Prototyping in den Bau übertragen. Die ersten genehmigten Wohnhäuser stehen in den Niederlanden, in Deutschland und in den USA.
Was sie besser kann
Freie Form ohne Schalung — geschwungene Wände kosten dasselbe wie gerade, was im herkömmlichen Betonbau nie galt. Wenig Verschnitt, wenig Handarbeit auf der Baustelle, und die Wand kann Kanäle und Hohlräume gleich mitbringen.
Woran sie scheitert
Der Druckbeton braucht mehr Zement als üblicher Beton, damit die Raupe steht — die Umweltbilanz wird dadurch eher schlechter, nicht besser. Bewehrung ist bis heute das ungelöste Problem, und gedruckt wird nur die Wand: Decken, Dach, Fenster und Technik entstehen so wie immer. Die Ersparnis betrifft einen kleineren Teil des Baus, als die Bilder vermuten lassen.