So sieht diese Bauweise aus — das Muster, an dem man sie erkennt
Bruchsteinmauerwerk
Gebrochener Naturstein, zweischalig mit Füllung
- Historisch gewachsen
- Antike bis frühes 20. Jahrhundert
- Machbarkeitsstudie mana-HQ: Weg B
Das Prinzip
Zwei Schalen aus behauenem Stein, der Zwischenraum mit Bruch und Mörtel verfüllt. Die Dicke kommt nicht aus einer Rechnung, sondern aus Erfahrung: Man baute so dick, dass es hielt — bei Wohnhäusern typisch 50 bis 80 Zentimeter.
Woher sie kommt
Jede Region hat ihren Stein und ihre Bauweise: Kalkstein im Jura, Granit in der Bretagne, Sandstein am Oberrhein, Tuff in der Eifel. Am Stein eines alten Hauses erkennt man, wie weit man vom nächsten Steinbruch entfernt ist — Transport war teurer als das Material.
Was sie besser kann
Dauerhaftigkeit in einer Grössenordnung, die kein anderes Material erreicht. Römische Bruchsteinmauern stehen nach zweitausend Jahren. Dazu enorme Speichermasse: In heissen Klimazonen bleibt es hinter so einer Wand den ganzen Tag kühl.
Woran sie scheitert
Sie dämmt praktisch nicht — für den U-Wert einer heutigen Aussenwand bräuchte man reinen Naturstein von rund vierzehn Metern Dicke. Und sie ist unglaublich arbeitsintensiv: Steinmetzarbeit ist der Grund, warum diese Bauweise verschwand, nicht der Stein.