So sieht diese Bauweise aus — das Muster, an dem man sie erkennt
Holzrahmenbau
Ein Ständergerüst, dessen Hohlräume gedämmt werden
- Nachwachsend und rückbaubar
- seit dem 19. Jahrhundert (balloon frame), heute die verbreitetste Holzbauweise
- Machbarkeitsstudie mana-HQ: Weg A
Das Prinzip
Schlanke Ständer im festen Abstand — meist 62,5 Zentimeter — bilden einen Rahmen, beidseitig beplankt. Die Beplankung macht daraus eine steife Scheibe; die Ständer tragen die Last, die Dämmung sitzt dazwischen. Tragen und Dämmen teilen sich denselben Raum, deshalb ist die Wand dünn.
Woher sie kommt
Technisch der direkte Nachkomme des Fachwerks, industrialisiert in Nordamerika: Statt gezimmerter Verbindungen genagelte Stösse, statt Handwerk Serienmass. Die 62,5 Zentimeter sind kein Zufall, sondern die halbe Plattenbreite von 1,25 Metern.
Was sie besser kann
Bestes Verhältnis von Dämmwert zu Dicke unter den natürlichen Bauweisen, trockene Baustelle, ganzjährig baubar, und die Wandtafeln entstehen witterungsunabhängig in der Halle. Geschraubt statt geklebt ist sie sortenrein trennbar.
Woran sie scheitert
Wenig Speichermasse — im Sommer wird so ein Haus schnell warm, wenn nichts anderes dagegenhält. Die Ständer sind Wärmebrücken aus Vollholz durch die Dämmebene. Und der Aufbau ist auf eine funktionierende luftdichte Ebene angewiesen: Ist sie durchlöchert, wandert feuchte Raumluft in die Konstruktion, und dort hat sie nichts verloren.