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Ansichtsmuster: Holzskelett mit Lehmausfachung

So sieht diese Bauweise aus — das Muster, an dem man sie erkennt

Holzskelett mit Lehmausfachung

Holz trägt, Lehm speichert — die Aufgaben getrennt


Das Prinzip

Ein Holzskelett übernimmt das Tragen, gestampfter Lehm zwischen den Ständern die Speichermasse, eine getrennte Schicht aussen die Dämmung. Jede Aufgabe hat ihr eigenes Material — das genaue Gegenteil des Blockbaus.

Woher sie kommt

Konstruktiv Fachwerk, aber ohne dessen Schwachstelle: Die kritische Fuge zwischen Holz und Gefach liegt hier innen im Warmen und Trockenen, nicht aussen im Wetter.

Was sie besser kann

Die Kombination, die der reine Holzbau nicht hat: Ein leichtes, trockenes, schnelles Tragwerk und trotzdem genug Masse, um die Sommerhitze abzupuffern. Der Rückbau ist gestuft — Lehm ausräumen, Skelett stehen lassen.

Woran sie scheitert

Zwei Gewerke und zwei Bauzeiten: Das Skelett steht in Tagen, die Ausfachung braucht die frostfreie Saison und Wochen zum Trocknen. Und die Wand wird schwer genug, dass Fundament und Decken mitwachsen.

Wie sie gebaut wird

Die Wand als Stapel

Schalung, sägeroh — 24 mmHinterlüftung — 30 mmHolzfaserplatte — 240 mmStampflehm — 240 mmStampflehm240 mmHolzfaserplatte240 mmHinterlüftung30 mmSchalung, sägeroh24 mm

Auseinandergezogen, von innen (vorn) nach aussen (hinten). Die Tiefe der Tafeln ist untereinander massstäblich, der Abstand dazwischen erfunden — er ist nur da, damit man jede einzeln sieht.

Wandschnitt — innen links, aussen rechts

innenaussenStampflehm — 240 mmHolzfaserplatte — 240 mmHinterlüftung — 30 mmSchalung, sägeroh — 24 mmStampflehm240 mmHolzfaserplatte240 mmHinterlüftung30 mmSchalung, sägeroh24 mm

Derselbe Schnitt, Wasserdampf im Winter

in Aussenluft19,5 °C an der Innenoberfläche-4,5 °C aussen
so viel Dampf ist da so viel kann die Luft hier halten hier fällt Wasser aus

Wasser in der Wand, über das Jahr

Grenzwert 1,0 kg/m²JanFebMärApr10°Mai15°Jun18°Jul20°Aug19°Sep15°Okt11°NovDez

Es fällt das ganze Jahr kein Wasser aus. Der eine Wintertag oben sagt, ob Wasser ausfällt; erst der Jahreslauf sagt, ob es wieder verschwindet.

U-Wert
0,165W/m²K
hält den Schweizer Richtwert für Neubauten (0,17)
Wanddicke
53,4cm
4 Schichten
Flächengewicht
530kg/m²
eine Wand von 3 × 5 m wiegt 8,0 Tonnen
Sommer: Verzögerung
22,1Stunden
von der Schwankung draussen kommen 2 % an
Speichermasse
579kJ/m²K
wie viel Wärme die Wand aufnimmt, bevor sie sich erwärmt
Feuchte im Jahreslauf
trockendas ganze Jahr
der Dampf kommt durch, ohne unterwegs auszufallen
Material
395CHF/m²
nur Baustoff, ohne Arbeit — Grössenordnung
Herstellung
28kg CO₂/m²
bis Werktor, ±50 %
Der Aufbau, von innen nach aussen
SchichtDickeWas das ist
Stampflehm240 mmFeuchte, magere Erde, lagenweise in eine Schalung gestampft. Trägt, speichert Wärme, reguliert Feuchte — und dämmt überhaupt nicht.
Holzfaserplatte240 mmGepresste Holzfasern. Die schwerste der üblichen Dämmungen — und deshalb die einzige, die nennenswert Wärme speichert.
Hinterlüftung30 mmEin oben und unten offener Spalt, in dem Aussenluft aufsteigt. Er führt Feuchte ab — und trennt die Wetterhaut wärmetechnisch vollständig ab: Alles weiter aussen zählt nicht mehr mit.
Schalung, sägeroh24 mmUnbehandelte Bretter als Wetterhaut. Vergraut, wird nicht gestrichen, wird bei Bedarf brettweise getauscht.

Diesen Aufbau in der Werkstatt öffnen →

Diese Bauweise ist in der Machbarkeitsstudie für das mana-Vereinshaus als Weg D untersucht worden — mit Mengen, Kosten und einem gebauten Grundriss. hq.mana.how

Wer so gebaut hat

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